die geschichtliche Entwicklung des Vereins

Seit nunmehr bald 75 Jahren gibt es die DJK Wassersport. Bereits Ende der 20ér Jahre trafen sich die ersten Kanusportbegeisterten am Kanal. Bedingt durch die konfessionelle Bindung der DJK (Deutsche Jugend Kraft) traten aber Anfang der 30ér Jahre unter dem Naziregime erhebliche Schwierigkeiten auf, die Etablierung einer Kanusportabteilung voranzutreiben. Hierdurch sind auch die Unterlagen aus den Gründungsjahren verloren gegangen, so dass es heute nicht mehr möglich ist, das genaue Gründungsjahr festzustellen.

Direkt nach dem Kriegsende entwickelte sich dann aber schnell aus Interessensgruppen der Vereine Teutonia und Arminia die eigentliche Kanuabteilung. Das Jahr 1948 war dann entscheidend für die Entwicklung der DJK Wassersport  Hamm. Der damalige 1. Vorsitzende Karl Kerkloh war ein genialer Organisator. Unter seiner Leitung war es gelungen, innerhalb von nur 6 Wochen aus Trümmermaterial aus dem gesamten Stadtgebiet das heutige Bootshaus in seiner "heutigen" Form im Rohbau zu erstellen. Direkt im Anschluss wurde dann der Clubraum angebaut. Damit waren nicht nur die Fundamente für das Bootshaus, sondern für die DJK Wassersport insgesamt erstellt. Der notwendige Rahmen war geschaffen worden, um sowohl dem Kanusport als auch den Mitgliedern ein "sportliches Zuhause" zu geben. Rückblickend ist es nicht überraschend, dass die "Baumeister" der DJK gleichzeitig den Sportbetrieb eingerichtet haben. Bereits 1949 haben die DJK-Sportler erfolgreich an den Nachkriegsregatten teilgenommen und in den Folgejahren ist es ihnen immer wieder gelungen, sich für Meisterschaften zu qualifizieren. Bereits zu dieser Zeit gab es schon erste Formen der Vereinsübergreifenden Zusammenarbeit. So wurden nicht selten Mannschaften mit den Kanuten des Kanuvereins 45 Herringen gebildet. Bis heute blicken Aktive mit Stolz auf die Zeit zurück, in der die "roten Teufel" aus Hamm bei den Wettkämpfen gefürchtet waren. Ab 1968 hat Heinz-Dieter Kalker die Führung in der DJK übernommen. Ihm war es mühelos gelungen an die Erfolge der Vorjahre anzuknüpfen. In seiner Amtszeit erlebte die DJK noch einmal einen sportlichen Aufschwung und konnte sogar mehrere Deutsche Meistertitel erringen. In den folgenden 10 Jahren führte Wichard Korff die DJK. Die Rahmenbedingungen für die Aufrechterhaltung des Rennsportbereiches wurden zu dieser Zeit immer schwieriger. Finanzielle und auch persönliche machten vor allem den Mannschaftssport fast unmöglich. Die hoch motivierten Jugendlichen sollten aber dennoch nicht hierauf verzichten müssen. So ist 1975 beschlossen worden dem Kanu-Ring beizutreten. Die DJK Wassersport wurde ins Vereinsregister eingetragen und trägt seitdem die Ergänzung e.V . Im Anschluss daran erfolgte der Beitritt als Trägerverein zum Kanu-Ring. Es hatte sich sehr schnell gezeigt, dass die Entscheidung, sich für den Leistungssportbereich dem Kanu-Ring Hamm anzuschließen, richtig war. Die Fahrer und Fahrerinnen haben sich schnell in die Mannschaft eingelebt. Bis heute leisten sie einen erheblichen Beitrag zum Erfolg des Kanu-Rings. Für den Leistungssport aktiv ist die DJK aber nach wie vor im Bereich der Schüler- und Jugendarbeit. Der jetzige und langjährige Vorsitzende Manfred Kowalke-Steimel hat in diesem Bereich Anfang der 90ér Jahre die Aktivitäten erheblich forciert. So ist es gelungen, nicht nur das notwendige Bootsmaterial zu beschaffen, sondern auch genügend Trainer für die Arbeit zu gewinnen. Sie decken den Anfänger- und Schülersportbereich ab und unterstützen darüber hinaus den Kanu-Ring im Leistungssportbereich. Aber nicht nur der Leistungssport, auch die Geselligkeit und das Miteinander ("Wir sind füreinander da") spielen eine wichtige Rolle. Bei den vielfältigen Zusammenkünften wie z.B. An- und Abpaddeln, Pfingstfahrt, Sommerfest, Brunch, Sylvesterparty usw. ist immer ein großer Teil der Schüler und Jugendlichen neben den anderen Vereinmitgliedern und Familien dabei. So werden diese Veranstaltungen darüber hinaus stets schnell zu einem fröhlichen Miteinander von Jung und Alt.

In den letzten Jahren bestimmten auch verschiedene Baumaßnahmen am Bootshaus, häufig in mühevoller Eigenleistung, das Leben im Verein. Nach der notwendigen Dachsanierung wurden die Bootssteganlagen erneuert und eine Terrasse mit gemütlicher Grillecke angelegt. Im Jahre 2002 wurde dann auf Initiative des Vorstands um Manfred Kowalke-Steimel endlich eine Zentralheizung eingebaut, die Sanitäranlagen und Umkleideräume komplett erneuert, so dass den Aktiven nunmehr optimale Voraussetzungen geboten werden.

                  

Top